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  • Über Nisthöhlenanlage und Brutbestand des Schwarzspechtes (Dryocopus martius) im Landkreis Oldenburg/Oldbg.

Turmdohlen

 

Klaus Taux (1999)

 

Der Oldenburgische Hauskalender 1999, Seiten 76 - 77.

 

Dohlen beziehen im Oldenburger Land oft alte Schwarzspechthöhlen und hohle Bäume innerhalb der Wälder. Auch in Haus- und Fabrikschornsteinen wird das Nest gerne angelegt.Dohle, 

Turmdohlen, Oldenburg

Hauptsächlich nisten die Dohlen bei uns jedoch in den Türmen und Gemäuern von Kirchen. Besonders die alten Kirchen und Glockentürme mit ihren Löchern und Nischen bieten ihnen oft geeignete Nistplätze. An fast 50 kirchlichen Bauwerken des Oldenburger Landes habe ich Dohlen zur Brutzeit beobachtet. Meist lag die Zahl der Brutpaare zwischen 2 und 20. Über 20 bis 40 Paare sah ich an den Kirchen in Apen, Barßel, Berne, Elsfleth, Großenkneten, Schwei und Wiefelstede.

Die größten Brutkolonien konnte ich an den Kirchen in Lindern (ca. 50 Brutpaare), Cappeln (ca. 70 Brutpaare), Wildeshausen (Alexanderkirche ca. 100 Brutpaare) und Bad Zwischenahn (Johanneskirche 150 – 200 Brutpaare) feststellen..

 

 

 

 

Steinkauzmännchen hat zwei Weibchen

 

Klaus Taux (2006):

 

Eulen-Rundblick Nr. 55/56, Seiten 53 – 54.

 

Nachdem ich bei einer Nachtexkursion am 4. April 2004 bei einem ruhig gelegenen alten Bauernhof in der Gemeinde Garrel, Landkreis Cloppenburg, gleichzeitig ein Steinkauz-♂ (Revierruf) und zwei Steinkauz-♀ (Erregungsruf) ausdauernd rufen hörte, brachte ich am nächsten Tag zwei Niströhren zu dem Hof und konnte diese auch mit Erlaubnis des Hofeigentümers im Abstand von 18 m in alten Eichen auf dem Hofgelände anbringen.

Bei einer NistgerätekonSteinkauz, Bigamie, Bigynie, Oldenburgtrolle am 4. Juni 2004 saß in der ersten Röhre ein ♀ zusammen mit 4 Jungen, die etwa 2 ½ Wochen alt waren. In der zweiten Röhre lagen drei kalte Eier. Die Eier sind erst kurz vor dem Schlupf der fast vollständig entwickelten Embryos verlassen worden. Ursache für die Brutaufgabe könnten Störungen durch Holzsäge-, Bau- und Aufräumarbeiten auf dem Hof im Bereich der Röhrenbäume sein. Möglich ist aber auch, dass das ♂ nur noch das ♀ und die bereits ausgebrüteten Jungen in der ersten Röhre versorgt hat.

Nach dem Handbuch der Vögel Mitteleuropas lebt der Steinkauz monogam, also in Einehe. In Garrel hatte sich jedoch ein ♂ mit zwei ♀ verpaart, die beide auch Eier gelegt und in geringem Abstand voneinander gebrütet haben, so dass es sich hier zweifellos um einen Fall von Bigamie bzw. Bigynie handelt.

 

 

 

 

Vogel der Weisheit - Der Steinkauz

 

Klaus Taux (2007):

 

Menschen, Bilder & Geschichten 3, Landkreis Oldenburg 2007, Seiten 75 – 79

 

Im Oktober 

1998 wurde die erste Steinkauzröhre in Bissel in einem Obstgarten 

aufgehängt

In der Arbeit werden Hinweise gegeben zu den Lebensraumansprüchen des Steinkauzes, zur Brutbiologie und zum Verhalten den kleinen Eule sowie zu dem seit dem Jahr 1998 im Landkreis Oldenburg mit Förderung durch die Naturschutzstiftung laufenden Hilfsprogramm für den Steinkauz.

Da sich ein Angebot künstlicher Nistgeräte positiv auf den Steinkauzbestand auswirken kann, wurden noch im Jahr 1998 die ersten 30 speziell für die kleine Eule entwickelten runden Niströhren im Auftrag der Stiftung im Jugendwaldheim in Ahlhorn gebaut und an geeigneten Bäumen angebracht.

 

 

 

 

 

 

Artenhilfsprogramm für den Steinkauz Athene noctua im Oldenburger Land

 

Klaus Taux (2010):

 

Jahresber. Ornithol. Arb.gem. Oldenburg. 20 (2010): 1 - 15

 

Vier fast flugfähige Jungkäuze im Nistkasten

 

Mit Förderung der Naturschutzstiftung läuft seit dem Jahr 1998 ein Arten-Hilfsprogramm für den Steinkauz im Landkreis Oldenburg.

Das Projekt habe ich 1999 noch auf die Gemeinden Rastede und Wiefelstede im Ammerland sowie auf die Gemeinde Garrel in Cloppenburg ausgedehnt. Die Materialkosten für den Bau der speziellen Niströhren hat hier die Stiftung Bingo-Lotto übernommen.

Zu Beginn des Programms wurden in diesen Gebieten zusammen nur noch 5 Steinkauz-Paare gezählt. Im Jahr 2009 ist der Gesamtbestand hier auf ca. 90 Paare angestiegen.

 

 

 

 

 

Der Steinkauz in der Gemeinde Garrel

 

Klaus Taux (2012):

 

Jahrbuch f. d. Oldenburger Münsterland 2012, 61. Jg., Seiten 292 - 302

 

Der 

Weideschuppen in Beverbruch wurde im März 2011 renoviert

In den Jahren 1998/1999 konnte ich in der Gemeinde Garrel bei abendlichen und nächtlichen Erhebungen keine Steinkäuze mehr feststellen. Das daraufhin begonnene Artenhilfsprogramm für den Steinkauz hat jedoch gute Erfolge gebracht. Nach zähem Verlauf in den Anfangsjahren ist der Bestand der kleinen Eule deutlich angestiegen.

Mit Förderung durch das Amt für Planung, Natur und Umwelt des Landkreises Cloppenburg sind im Frühjahr 2011 zwei schon seit Jahren vom Steinkauz besetzte Weideschuppen renoviert worden.

Im Jahr 2010 konnten 29 Steinkauzpaare in Garrel gezählt werden.

 

 

 

 

 

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