• Startseite
  • Publikationen
  • Über Nisthöhlenanlage und Brutbestand des Schwarzspechtes (Dryocopus martius) im Landkreis Oldenburg/Oldbg.

Farnpflanzen an alten Kirchen und Friedhofsmauern im Oldenburger Land

 

Klaus Taux (1997):

 

Oldenburger Jahrbuch, Band 97, Seiten 299 – 322.

 

In den Jahren 1995 bis 1997 habe ich alle alten Kirchen, Kapellen, Friedhofs- und Kirchhofsmauern im Oldenburger Land abgesucht, um zu einen aktuellen Überblick über den Bestand an Arten und Individuen an solchen Besiedlungssubstraten zu kommen.

Folgende sechs Farnarten wMauerraute, Wardenburg, Oldenburgurden festgestellt:

1. Mauerraute Asplenium ruta-muraria. Häufigste Asplenium-Art. An fast 50 Stellen erfasst.

2. Braunstieliger Streifenfarn Asplenium trichomanes.

3. Milzfarn Ceterach officinarum.

4. Hirschzunge Phyllitis scolopendrium.

5. Tüpfelfarn Polypodium vulgare.

6. Dornfarn Dryopteris carthusiana.

 

Die Farnpflanzen stehen nur selten ganz allein an den alten Mauern. Meist wachsen sie in Gesellschaft oder in der Nachbarschaft weiterer epipetrischer oder epilithischer Pflanzen. Weitere Mauerbesiedler sind Flechten und Gesteinsmoose mit zahlreichen Arten und in teilweise hoher Besiedlungsdichte.

Zu den besonders auffälligen Blütenpflanzen gehören Zymbelkraut Cymbalaria muralis, Mauerpfeffer Sedum acre und Efeu Hedera helix, der an manchenKirche, Farnpflanzen, Oldenburg Stellen schon mehrere hundert Jahre alt ist.

 

Die alten Mauern um Fried- und Kirchhöfe sollten möglichst durchgehend unter Denkmalschutz gestellt werden. Mit dem z. T. sehr hohen Alter, der oft eindrucksvollen Länge, den unterschiedlichen Bautechniken und Steinformaten erinnern sie an den Kirchhofsmauerbau vergangener Jahrhunderte.

Zahlreichen Flechten, Moosen und Blütenpflanzen sowie seltenen und in ihrem Vorkommen bei uns auf derartige Mauern spezialisierten Farnpflanzen bieten sie eine sehr bedeutende Besiedlungsfläche.