Schlagschwirl in der Buschhagenniederung

 

Klaus Taux

 

 

Die Buschhagenniederung zwischen Neuer Hunte und Osternburger Kanal im südlichen Bereich der Stadt Oldenburg ist ein extensiv genutztes, in großen Teilen auch brachliegendes Grünlandgebiet.

Aus Rohrglanzgras-Röhricht, Wasserschwaden- Röhricht, Mädesüß-Gesellschaft und Großseggenried drang der wetzende und oft langanhaltende Gesang des Schlagschwirls (Locustella fluviatilis).

Am 4. Juli 2008 hörte ich hier den Vogel bei einer Radtour zum erstenmal. Vermutlich war die Art aber schon länger in dem Gebiet. Phasen intensiven Gesangs folgten oft längere Ruhepausen.

Die im nördlichen Bereich der Niederung besiedelte Fläche im Durchmesser von etwa 300 m wurde von dem Schlagschwirl dabei offensichtlich kaum verlassen. Ob sich auch ein ♀ bei dem Sänger befand, konnte nicht ermittelt werden.

Bis kurz nach 22 Uhr sang der Schlagschwirl am 9 Juli. Dann stellte er den Gesang ein, während in der Nähe ein Feldschwirl auch um 23 Uhr noch fast ununterbrochen seine Strophe hören ließ. Am 10. Juli hörte ich den Schlagschwirl zum letztenmal in der Buschhagenniederung. Schlagschwirl, 

Buschhagen, Oldenburg

 

Schon im Jahr 1978 habe ich im Juni über mehrere Wochen ein singendes Schlagschwirl-♂ in der Hunteniederung bei Oldenburg beobachtet und darüber in der Zeitschrift „Ornithologische Mitteilungen, 1979, Heft 3, Seite 67“ berichtet.

Seither sind mehrfach singende ♂ an verschiedenen Stellen im Oldenburger Land beobachtet worden (s. Jahresberichte der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Oldenburg).

Ein Brutnachweis ist im Oldenburgischen jedoch nach meiner Kenntnis bisher nicht gelungen.